Klinik für Urologie und urologische Onkologie
Loretto-Krankenhaus
Mercystraße 6-14
79100 Freiburg im Breisgau
Tel: 0761 7084-123
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Behandlung von Nierentumoren im Loretto-Krankenhaus Freiburg

Nierentumoren sind meistens bösartige Tumoren. Das Nierenzellkarzinom macht dabei ungefähr 90% aller bösartigen Nierentumoren aus und steht mit 3,5 % aller Krebserkrankungen beim Mann an 8. Stelle aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen in Deutschland. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen - in Europa mit einer Inzidenz von ca. 26/100.000 gegenüber ca. 12/100.000. 

Als Risikofaktoren gelten derzeit Rauchen, Adipositas, Bluthochdruck, familiäre Belastung sowie eine chronische Niereninsuffizienz mit schon bestehender oder anstehender Dialysepflicht. Zusätzlich gibt es einige erbliche Syndrome, die mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko einhergehen.
 

Ihr Behandlungspfad

  1. Diagnostik
  2. Operative Therapie
  3. Medikamentöse Therapie

Diagnostik

Insbesondere durch den vermehrten und breiten Einsatz bildgebender Verfahren wie Ultraschall und Computertomographie (CT) besteht eine hohe Rate an zufällig diagnostizierten Nierenzellkarzinomen. Diese sind meist noch klein und in einem frühen Tumorstadium. In der CT-Untersuchung kann auch festgestellt werden, ob Metastasen des Tumors vorliegen. Das ist für die Therapieentscheidung sehr wichtig. Alternativ zur Computertomographie kann auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) erfolgen.

Unabhängig von der bildgebenden Diagnostik sollten verschiedene Laboruntersuchungen die Untersuchung komplettieren.

  • Großer Nierentumor rechts

  • Unterpoltumor der linken Niere

Operative Therapie

Die Standard-Therapie von Nierentumoren besteht in der chirurgischen Entfernung. In Abhängigkeit von der Größe des Tumors und seiner Lage wird entweder nur der Tumor entfernt oder die komplette Niere. Die meisten Tumoren können heute aber nierenerhaltend operiert werden. Geplant wird das operative Vorgehen anhand der vorher durchgeführten Bildgebung. Der Eingriff selbst erfolgt im Loertto-Krankenhaus entweder als offene OP über einen Schnitt oder, wenn technisch möglich, laparoskopisch. Die Dauer der Operation liegt in der Regel bei 1,5-2 Stunden, der stationäre Aufenthalt bei einem solchen Eingriff beträgt ca. 1 Woche.

In einigen besonderen Fällen kann bei Vorliegen eines kleinen Tumors und beispielsweise hohem Patientenalter auch eine aktive Überwachung des Tumors ohne operatives Vorgehen sinnvoll sein. Dabei helfen wir jedem Patienten im Rahmen eines Aufklärungsgespräches, anhand der bildgebenden Diagnostik, dem Patientenwunsch und den Begleiterkrankungen ein Risikoprofil zu erstellen, um die individuell optimale Therapie zu finden.

Medikamentöse Therapie beim metastasierten Nierenzellkarzinom

Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen ist die klassische Chemotherapie beim Nierenzellkarzinom nicht wirksam. Dafür werden verschiedene Immuntherapien („targeted therapy, zielgerichtete Therapie“) eingesetzt, die ambulant gegeben werden. Dies ist jedoch nur dann notwendig, wenn es zu einer Streuung des Krebses nach ursprünglich erfolgreicher Therapie kommt oder wenn bei Diagnosestellung bereits Metastasen vorliegen.

Einblicke in den OP

Das Team

  • Prof. Dr. med. Stefan Tritschler
    Chefarzt Urologie

  • Prof. Dr. Alexander Roosen
    Chefarzt 

  • Dr. med. Michael Austen
    Oberarzt
    Facharzt für Urologie, Andrologie, medikamentöse Tumortherapie
     

  • Dr. med. Tobias Hübschle
    Oberarzt

  • Dr. med. Johannes Karsch
    Oberarzt
    Facharzt für Urologie, Andrologie, medikamentöse Tumortherapie

  • Dr. med. Vincent Beck
    Funktionsoberarzt

  • Dr. med. Martin Berthold
    Funktionsoberarzt

Weiterführende Informationen