Zentrum für Orthopädische Chirurgie
Loretto-Krankenhaus
Mercystraße 6
79100 Freiburg im Breisgau
Tel: 0761 7084-146
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Orthopaedie@rkk-klinikum.de

Sportorthopädie am Loretto-Krankenhaus Freiburg

Die Sportorthopädie umfasst als Teilgebiet der Sportmedizin die operative Behandlung von Sportverletzungen und chronischer Überlastungsschäden der Gelenke bzw. des Muskel- und Sehnenapparates. Unsere Experten decken hierbei das gesamte Spektrum der Diagnostik, der konservativen als auch der operativen Behandlungsmethoden ab. Nach eingehender klinischer Untersuchung und Auswertung apparativer Befunde (Schnittbildgebung wie CT / MRT, Ultraschall) erfolgt die ausführliche Beratung bezüglich des weiteren konservativen bzw. operativen Vorgehens. Sofern ein operativer Eingriff notwendig ist, wird die überwiegende Anzahl der Operationen arthroskopisch (Schlüssellochoperationen) und minimalinvasiv durchgeführt. Ziel ist es, die Mobilität und somit die Sportfähigkeit so gut und so schnell wie möglich wieder herzustellen. 

Sportverletzungen sind Verletzungen, die sich Freizeit- und Leistungssportler bei der Ausübung ihres Sports zuziehen. Circa 20% aller Unfälle in Deutschland sind Sportunfälle. Somit verletzen sich jährlich in Deutschland bis zu 2 Millionen Sportler – Tendenz steigend. Je nach Belastung und Risiko sind bestimmte Verletzungen typisch für einzelne Sportarten.

Ein Riss des vorderen Kreuzbandes am Kniegelenk im Rahmen eines Non-Contact Unfalls ist z. B. eine typische Verletzung bei Ballsportarten wie Fußball, Handball oder Basketball sowie beim Skifahren.

Erkrankungen der Schulterregion finden sich häufig entweder traumatisch wie beim Mountainbiken oder bei Kontaktsportarten oder durch chronische Überlastung wie z.B. bei Werfern und Schwimmern.

Neben den akuten Verletzungen stellt die Behandlung chronischer Langzeitfolgen v. a. bei Ausbildung von Knorpelschäden der großen Gelenke einen Behandlungsschwerpunkt unserer Abteilung dar. Im zertifizierten Zentrum für Autologe Chondrozytentransplantation kommen modernste Operationstechniken und Knorpelersatzverfahren zum Einsatz. Lassen Sie sich frühzeitig beraten!

Kontakt

  • Sekretariat

    T 0761 7084-146
    F 0761 7084-165
    orthopaedie@rkk-klinikum.de

  • Sprechstunden

    Bitte vereinbaren Sie Ihren persönlichen Sprechstundentermin im Sekretariat der Abteilung.

Ihre Experten...

  • ... für Schulter:

    Dr. med. Christian Majer
    Oberarzt

    Sektionsleiter Schulterchirurgie
    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
    Zusatzbezeichnung Spezielle Orthopädische Chirurgie

  • ... für Knie:

    Dr. med. Tarek Schlehuber
    Leitender Arzt
    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
    Zusatzbezeichnung Sportmedizin
    Zusatzbezeichnung Chirotherapie


Dr. Christian Majer und Dr. Tarek Schlehuber sind zertifizierte Arthroskopeure der AGA (Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie) und verfügen darüber hinaus über Fachzertifikate der GOTS, DKG und FIFA.

Unser Leistungsspektrum

  • Arthroskopische Operation des Kniegelenkes: Kreuzbänder, Meniskus, Knorpelersatz, Kniescheibe
  • Arthroskopische Operation des Sprunggelenkes: Knorpelersatz und Entfernung freier Gelenkkörper
  • Arthroskopische Operation des Ellenbogens: Entfernung freier Gelenkkörper und Lösung von Verwachsungen und Knochenwucherungen
  • Arthroskopische Operation der Schulter als elektive oder akute Eingriffe

Schwerpunktbehandlung Knie

Verletzungen am Kniegelenk führen oftmals ebenso zu bleibenden Einschränkungen und arthrotischen Veränderungen wie angeborene oder erworbene Fehlstellungen. Eine detaillierte Analyse, die frühzeitige Diagnosesicherung sowie Einleitung einer individuell angepassten Therapie ist Grundvoraussetzung für eine möglichst schnelle Genesung. Dabei stellen der Meniskus sowie stabile Kapsel-Bandverhältnisse die wichtigsten schützenden Faktoren für unseren Knorpel dar. Hier bieten unsere Experten das gesamte Spektrum der rekonstruktiven Kniechirurgie an.     

  • Ersatzplastiken des vorderen sowie des hinteren Kreuzbandes

    Verletzungen der Kreuzbänder sowohl beim Leistungs- als auch beim Hobbysportler können zu bleibendem Instabilitätsgefühl, Leistungsminderung und Alltagsbeschwerden führen. Die Kreuzbänder sind der zentrale Pfeiler des Kniegelenkes und mitentscheidend für den Schutz unseres Gelenkknorpels. Durch die Kreuzbandersatzplastik mittels Hamstring-/ Quadriceps- oder Patellasehne kann erreicht werden, die Biomechanik im Knie wiederherzustellen. Entscheidend ist neben der anatomischen Positionierung die Beurteilung des Innen- und Außenbandapparates und ggf. die Rekonstruktionen oder Verstärkung der Seitenbänder, um die Kreuzbandplastik zusätzlich zu stabilisieren und zu schützen. Auch Kreuzbandrevisionen (ein oder zweizeitig) werden im Lorettokrankenhaus durchgeführt. Nach erfolgreicher Operation schließt sich eine Phase intensiver Physiotherapie und regelmäßiger Testungen an.

  • Knorpelzelltransplantationen (ACT)

    Die matrixgekoppelte Autologe Chondrozytentransplantation (M-ACT) stellt eines der aktuellen Therapieverfahren bei höhergradigen symptomatischen Knorpelschäden (Grad 3 und 4) einer bestimmten Größe dar. Sie weist sehr gute Langzeitergebnisse auf. Bei zunächst lokalen Knorpelschäden ist die Folge häufig eine zunehmende, flächige Arthrose und der drohende Gelenkersatz. Um die Entwicklung der Arthrose zu verlangsamen oder gar zu verhindern, werden dem Patienten beim Verfahren der M-ACT in einem ersten Eingriff Knorpelzellen aus nicht belasteten Arealen des Kniegelenkes entnommen (arthroskopisch). Die Zellen werden in einem speziellen Labor angezüchtet und vermehrt. Dann werden diese matrix-gekoppelten Knorpelzellen dem Patienten in einem zweiten Eingriff in den Knorpeldefekt transplantiert. Sollten Begleitpathologien vorliegen (z.B. Ruptur des vorderen Kreuzbandes, Achsfehlstellung oder Meniskusschäden) müssen diese in der Regel ebenfalls adressiert werden. Nach der Transplantation folgt eine intensive Phase der Physiotherapie nach einem speziellen Nachbehandlungsschema sowie die regelmäßige Kontrolle in der Sprechstunde. Alternativ können bei kleineren Knorpelschäden Knorpelstimulierende Verfahren (Mikrofrakturierung, AMIC) eingesetzt werden. Diesbezüglich gibt das MRT bereits die wichtigsten Hinweise vor der Operation.

  • Moderne Meniskuschirurgie

    Der Innen- sowie der Außenmeniskus liegen wie „Stoßdämpfer“ zwischen der Oberschenkelrolle und dem Unterschenkelplateau. Sie fangen Druck- und Scherkräfte auf und schützen den Knorpel. Wann immer möglich sollten großflächige Resektionen vermieden werden. Bei entsprechender Rissform sowie Qualität des Gewebes stehen verschiedene Nahttechniken zur Verfügung die es ermöglichen, Meniskusgewebe zu erhalten.

  • Kniescheibenchirurgie

    Nach Luxation der Kniescheibe mit bleibender Instabilität bzw. rezidivierenden Luxationen stehen verschiedene Techniken zur Zentrierung und Fixierung der Kniescheibe zur Verfügung. Häufig kann durch eine minimalinvasiv durchgeführte Stabilisierung mittels freiem Sehnentransplantat (MPFL Plastik) eine ausreichende Stabilität erreicht werden. Die präoperative Analyse ist hier wie so oft von entscheidender Bedeutung.

  • Beinachsenkorrekturen

    Bei ausgeprägten O- oder X Beinen und entsprechenden Beschwerden sowie vor jedem rekonstruktiven Knorpeleingriff sollte eine Ganzbeinstandaufnahme (Röntgen im Stehen) durchgeführt werden, um den genauen Grad der Achsabweichung messen zu können. Ab bestimmten Gradzahlen ist eine Achskorrektur nicht nur empfohlen, sondern wird bei Knorpelzelltransplantationen sogar vorausgesetzt.

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