Krankenhäuser, Rettungsdienste, Integrierte Leitstelle, DRF Luftrettung, Wissenschaft und ehrenamtliche Ersthelfer arbeiten eng zusammen, um Menschen im Notfall bestmöglich zu versorgen. Das St. Josefskrankenhaus Freiburg ist als Stadt- und Notfallkrankenhaus ein wichtiger Teil dieses Netzwerks. Mit seinem Kompetenzzentrum Notfallmedizin beheimatet es zudem den größten Notarztstandort Baden-Württembergs.
Hilfe, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft
Wie wertvoll diese Vernetzung sein kann, zeigt die „Region der Lebensretter“: Bei einem vermuteten Herz-Kreislaufstillstand werden zusätzlich zum Rettungsdienst qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer in der Nähe per Smartphone-App alarmiert. Dadurch können lebensrettende Maßnahmen häufig bereits wenige Minuten nach dem Notruf beginnen. Das 2018 in Freiburg gestartete System ist inzwischen Vorbild für zahlreiche Regionen in Deutschland.
Einer der Mitbegründer ist Prof. Dr. Michael Müller, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am St. Josefskrankenhaus Freiburg. Für ihn ist entscheidend, die gesamte Rettungskette im Blick zu behalten: Denn eine erfolgreiche Wiederbelebung beginnt nicht erst im Krankenhaus – die ersten Minuten nach dem Notruf können maßgeblich über die Überlebenschancen entscheiden.
Freiburg wird Treffpunkt der Reanimationsmedizin
Wie viel Expertise inzwischen in Freiburg gebündelt ist, zeigt auch der Reanimationsdialog 2026 des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC). Am 25. und 26. September kommen Fachleute aus Medizin, Pflege, Rettungsdienst und Wissenschaft im Europa-Park Stadion zusammen, um sich über aktuelle Erkenntnisse und neue Versorgungskonzepte auszutauschen.
Dass Freiburg Gastgeber der bundesweiten Fachtagung ist, unterstreicht die Bedeutung der Gesundheitsregion in der Reanimationsmedizin. Im Mittelpunkt steht dabei das, worauf es auch im Alltag ankommt: gemeinsam dafür zu sorgen, dass Menschen bei einem Herz-Kreislaufstillstand schnellstmöglich die richtige Hilfe erhalten.























