Behandlung des Prostatakarzinoms im Loretto-Krankenhaus Freiburg

Das Prostatakarzinom ist in der westlichen Welt die häufigste bösartige Tumorerkrankung beim Mann. Jedes Jahr wird bei über 60.000 Männern in Deutschland diese Diagnose gestellt, davon bei mehr 6.000 in Baden-Württemberg. Obwohl die Erkrankung in besonderer Häufigkeit im höheren Lebensalter auftritt, kann sie auch jüngere Männer betreffen, weshalb allgemein ab dem 45. Lebensjahr eine Früherkennungsuntersuchung empfohlen wird.

Das Prostatakarzinom hat viele Gesichter

Das Prostatakarzinom ist eine enorm vielfältige Erkrankung, die in manchen Situationen überhaupt nicht behandelt werden muss, in anderen wiederum größte Entschlossenheit zu intensiven Therapien erfordert, um die Lebensqualität betroffener Patienten zu erhalten. Es müssen dabei in unterschiedlichen Situationen viele unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden, um eine passende Diagnostik und Therapie anbieten zu können. Daher ist es nicht möglich, pauschale und allgemeingültige Therapieempfehlungen abzugeben. Es kann bei dieser Erkrankung nur unter Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände, der Aggressivität und der Ausbreitung der Erkrankung und unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche betroffener Patienten eine maßgeschneiderte Therapie geben!

Behandlungspfad bei der Lokaltherapie des Prostatakarzinoms

In Abhängigkeit des Tumorstadiums gibt es verschiedene Therapieverfahren für das lokal begrenzte Prostatakarzinom. Wir bieten Ihnen alle etablierten und sicheren Behandlungsmethoden an.

  1. Diagnostik
  2. Lokale Therapie
  3. Rehabilitation

Diagnostik

  • PSA (Prostataspezifisches Antigen)

    Die Bestimmung des PSA-Wertes aus dem Blut ermöglicht bei korrekter Interpretation sehr zuverlässig die Diagnose eines Prostatakarzinoms. Auch wenn in manchen Situationen bereits ein einzelner – stark erhöhter – Wert das Vorliegen eines Prostatakrebses nahelegt, ist in vielen Situationen eine mehrfache Bestimmung über einen längeren Zeitraum sinnvoll. Da unterschiedliche Veränderungen der Prostata eine Erhöhung des PSA-Wertes verursachen können, sollte in der Regel erst bei wiederholt kontrollierten erhöhten Werten eine Probenentnahme aus der Prostata (Biopsie) erfolgen.

  • mpMRT der Prostata

    Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) der Prostata ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem Veränderungen des Prostatagewebes, wie sie beim Prostatakarzinom vorkommen, mit hoher Zuverlässigkeit entdeckt werden können. Sie kann eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn der Verdacht auf ein Prostatakarzinom vorliegt (vor wiederholter Prostatabiopsie), oder wenn ein Prostatakarzinom bereits bekannt ist aber keine definitive Therapie, sondern eine Aktive Überwachung durchgeführt werden soll. Wir bieten die mpMRT in der Radiologie im St. Josephskrankenhaus an.

  • Prostatabiopsie/ Fusionsbiopsie

    Bei dem Verdacht auf ein Prostatakarzinom sollte eine Probenentnahme aus dem Organ erfolgen. Das geschieht meistens im Rahmen eines ambulanten Termins in Lokalbetäubung über den After. Hierbei werden mindestens 12 Proben entnommen, um eine „Landkarte“ der Prostata zu erstellen. Es wird anschließend in der Untersuchung durch den Pathologen festgestellt, ob ein bösartiger Tumor vorliegt, wie aggressiv er ist, und welche Anteile der Prostata davon betroffen sind. In seltenen Fällen erfolgt die Probenentnahme über den Damm. Hierzu ist eine kurze Vollnarkose notwendig, die ebenfalls im Rahmen eines ambulanten Aufenthaltes durchgeführt werden kann.

    Sollte vor der Biopsie bereits eine Kernspinuntersuchung der Prostata erfolgt sein (mpMRT), so kann die Information dieser Untersuchung zusätzlich bei der Probenentnahme berücksichtigt werden. Es werden dann zusätzlich gezielt die Areale der Prostata untersucht, die in der MRT auffällig sind. Dadurch kann gewährleistet werden, dass ein vorliegender Krebs mit größtmöglicher Sicherheit entdeckt wird - auch wenn er an ungewöhnlichen Stellen der Prostata wächst.
     

  • CT mit Kontrastmittel

    Eine CT-Untersuchung des Bauch- und Brustraumes kann nach der Diagnose eines Prostatakarzinoms sinnvoll sein, um festzustellen, ob bereits Metastasen des Tumors vorliegen. Alternativ wird die Untersuchung bei bereits bekannten Metastasen in regelmäßigen Abständen wiederholt, um den Erfolg einer Therapie beurteilen zu können. Andererseits kann man in vielen Situationen bei der Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms auf diese Untersuchung verzichten: bei niedrigen PSA-Werten und geringer Aggressivität des Tumors. In diesen Fällen ist das Vorliegen von Metastasen sehr unwahrscheinlich.

  • PSMA-PET-CT

    Diese spezielle Untersuchung stellt eine Kombination dar aus einer konventionellen CT-Untersuchung und einer Darstellung von Stoffwechselaktivitäten eines Prostatakarzinoms dar. Sie kann sinnvoll sein, wenn nach einer Therapie eines Prostatakarzinoms ein Wiederauftreten des Tumors vermutet wird. Dabei kann sehr zuverlässig dargestellt werden, in welchem Teil des Körpers der Tumor wächst, sodass eine gezielte Planung der Therapie des Tumors stattfinden kann. Wir besprechen gerne mit Ihnen, ob die Untersuchung bei Ihnen sinnvoll ist und organisieren einen entsprechenden Termin in einer qualifizierten Nuklearmedizin.

Lokale Therapie

Für das lokal begrenzte Prostatakarzinom gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten. In Abhängigkeit vom PSA-Wert, dem Ergebnis der Stanzbiopsie, dem Alter und den Begleiterkrankungen führen wir eine Beratung durch, welches Verfahren am besten geeignet ist.

Rehabilitation

Je nachdem welche Therapie durchgeführt wurde, können noch unterschiedliche Folgeerscheinungen die erste Zeit nach der Therapie für die Patienten erschweren. Das kann ganz allgemein die körperliche Leistungsfähigkeit betreffen oder spezielle Schwierigkeiten wie ein gehäufter Harndrang oder eine noch bestehende Inkontinenz. Die Rehabilitation hat das Ziel, diese Folgeerscheinungen zu behandeln und die normale Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Sie kann ambulant oder über drei Wochen stationär durchgeführt werden und ist ein sehr wichtiger Teil der Behandlung des Prostatakarzinoms.

Einblicke in den OP

Das Team

  • Prof. Dr. med. Stefan Tritschler
    Chefarzt Urologie

  • Dr. med. Michael Austen
    Oberarzt
    Facharzt für Urologie, Andrologie, medikamentöse Tumortherapie
     

  • Dr. med. Tobias Hübschle
    Oberarzt

  • Dr. med. Johannes Karsch
    Oberarzt
    Facharzt für Urologie, Andrologie, medikamentöse Tumortherapie

  • Dr. med. Vincent Beck
    Funktionsoberarzt

  • Dr. med. Martin Berthold
    Funktionsoberarzt

Weiterführende Informationen

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