Behandlung der Benignen Prostatahyperplasie (BPH) im Loretto-Krankenhaus Freiburg

Die Prostata ist eine Drüse, die unterhalb der Harnblase wie ein Ring um die Harnröhre liegt. Im Laufe des Lebens kommt es zu einer Vergrößerung der Prostata. Dadurch wird die Harnröhre in diesem Bereich eingeengt und der Harnblasenboden wird nach oben angehoben. Die Folgen dieser Veränderung werden „benignes Prostatasyndrom“ genannt. Diese Veränderungen sind außerordentlich häufig und haben den Charakter einer Volkserkrankung. Ca. 20% der Männer im Alter von 50-60 Jahren sowie 40% aller Männer über 70 Jahren bemerken Symptome der Prostatavergrößerung. Dabei beobachten Patienten einen abgeschwächten Harnstrahl, eine verlängerte Zeit bis zur Entleerung der Harnblase, ein Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung und oftmals auch einen gehäuften Harndrang. Auch wenn diese Veränderungen zunächst einmal nur „lästig“ erscheinen, so können sie doch ohne angemessene Therapie zu einer schweren Schädigung des gesamten Harntraktes - bis zum Verlust der Nierenfunktion - führen.

Diagnostik

Nach einer ausführlichen Anamnese - auch mit Hilfe von standardisierten Fragebögen - sind nur wenige Untersuchungen notwendig, um die Diagnose abzusichern. Mit dem Ultraschall wird die Größe der Prostata bestimmt, und es wird untersucht, ob nach dem Wasserlassen Restharn in der Blase verbleibt. Eine Untersuchung der Nieren klärt die Abflussverhältnisse aus dem oberen Harntrakt. Die Untersuchung der Prostata mit dem Finger dient dem Ausschluss eines bösartigen Tumors, ebenso wie der PSA-Wert aus dem Blut. Bei der Harnstrahlmessung wird objektiv gemessen, wie ausgeprägt und in welcher Form der Harnfluss beeinträchtigt ist. Nur in seltenen Fällen ist eine Blasenspiegelung notwendig, um widersprüchliche Befunde der vorangegangenen Untersuchungen aufzulösen.

Behandlungsmöglichkeiten

  1. Bipolare Enukleation (TUEP)
  2. Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP)
  3. TUR-P

Transurethrale Bipolare Enukleation der Prostata (TUEP):

Das Standardverfahren zur operativen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung ist an unserer Klinik die bipolare Enukleation der Prostata (TUEP oder Plasmaenukleation). Bei diesem Verfahren wird der innere Teil der Prostata über die Harnröhre mit Hilfe einer bipolaren Schlinge entlang vorgegebener anatomischer Schichten entfernt. Dabei wird der „Kern“ der Prostata im Ganzen aus der Prostatakapsel herausgelöst und anschließend über das Spiegelgerät entfernt. Das Verfahren zeichnet sich durch seinen geringen Blutverlust aus, ebenso durch die komplette Entfernung des obstruierenden Teils der Prostata. Diese sehr sichere und effektive Verfahren führt zu einem langanhaltenden Therapieerfolg mit geringstmöglichem Gewebeschaden. Das Verfahren ist geeignet bei mittelgroßen bis sehr großen Prostaten (ab ca. 35 ml).

Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP)

Bei diesem Verfahren wird der innere Teil der Prostata über die Harnröhre entlang vorgegebener anatomischer Schichten mit Hilfe eines Lasers entfernt. Dabei wird der „Kern“ der Prostata im Ganzen aus der Prostatakapsel herausgelöst und anschliessend über das Spiegelgerät entfernt. Das Verfahren zeichnet sich durch seinen geringen Blutverlust aus und durch die komplette Entfernung des obstruierenden Teils der Prostata. Diese sehr sichere Verfahren führt zu einem langanhaltenden Therapieerfolg. Das Verfahren ist geeignet bei mittelgroßen bis sehr großen Prostaten (ab ca. 50 ml). Nach der Operation bleibt für 2-3 Tage ein Katheter in der Blase. Der gesamte stationäre Aufenthalt für diesen Eingriff beträgt ca. 4-5 Tage.

TUR-P

Die Transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) gilt seit vielen Jahren als Standardverfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Dabei wird in Narkose über die Harnröhre das überschüssige Gewebe der Prostata mit einer elektrischen Schlinge schrittweise abgetragen.

Das Team

  • Prof. Dr. med. Stefan Tritschler
    Chefarzt Urologie

  • Dr. med. Michael Austen
    Oberarzt

  • Dr. med. Tobias Hübschle
    Oberarzt

  • Dr. med. Johannes Karsch
    Oberarzt

  • Dr. med. Vincent Beck
    Funktionsoberarzt

  • Dr. med. Martin Berthold
    Funktionsoberarzt

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